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Texte zum Thema "Wünsche"


Auf dem Markt

 
Eine Frau hatte einen Traum.

In diesem Traum besuchte sie einen Markt. Dort inmitten all der Stände traf sie an einem von ihnen Gott.

"Was verkaufst du hier?" fragte die Frau Gott.

Gott antwortete: "Alles, was das Herz begehrt."

Das konnte die Frau kaum glauben. Sie überlegte eine Weile und beschloss dann, das Beste zu verlangen, was sich ein Mensch nur wünschen konnte.

"Ich möchte Frieden für meine Seele und Liebe und Glück. Und weise möchte ich sein und nie mehr Angst haben." sagte die Frau zu Gott. "Und das nicht nur für mich allein, sondern für alle Menschen."

Gott lächelte. "Ich glaube, du hast mich missverstanden. Ich verkaufe hier keine Früchte, sondern die Samen."

(Anthony de Mello, aus Gib deiner Seele Zeit leicht geändert)

 

 

Aus dem Brief einer älteren Dame

 
„Könnte ich mein Leben nochmals leben, dann würde ich das nächste Mal riskieren, mehr Fehler zu machen. Ich würde mich entspannen, lockerer und humorvoller sein als dieses Mal. Ich kenne nur sehr wenige Dinge, die ich ernst nehmen würde.

Ich würde mehr verreisen. Und ein bisschen verrückter sein. Ich würde mehr Berge erklimmen, mehr Flüsse durchschwimmen und mir mehr Sonnenuntergänge anschauen. Ich würde mehr spazieren gehen und mir alles besser anschauen. Ich würde öfter ein Eis essen und weniger Bohnen.

Ich hätte mehr echte Schwierigkeiten als eingebildete. Müsste ich es noch einmal machen, ich würde einfach versuchen, immer nur einen Augenblick nach dem anderen zu leben, anstatt jeden Tag schon viele Jahre im Voraus.

Könnte ich noch einmal von vorne anfangen, würde ich viel herumkommen, viele Dinge tun und mit sehr wenig Gepäck reisen. Könnte ich mein Leben nochmals leben, würde ich im Frühjahr früher und im Herbst länger barfuß gehen. Und ich würde öfter die Schule schwänzen.

Ich würde mir nicht so hohe Stellungen erarbeiten, es sei denn ich käme zufällig daran. Auf dem Rummelplatz würde ich viel mehr Fahrten machen, und ich würde mehr Gänseblümchen pflücken.“

(Nadine Stair, leicht gekürzt und überarbeitet; gefunden in: Anthony Robbins: Das Robbins Power Prinzip, S. 533)

 


Die Erfüllung aller Wünsche

 
Ein Wanderer machte Rast nach einem anstrengenden Tag. Er setzte sich unter einen Baum und ruhte seine müden Füße aus.

"Wie schön wäre jetzt ein kühles Getränk" dachte er - und schon stand eine Karaffe mit kristallklarem Wasser vor ihm.

Der Mann nahm einen großen Schluck und dachte "Das ist ja wunderbar! Etwas zu essen dazu wäre aber auch nicht schlecht."

Auch dieser Wunsch wurde sofort erfüllt.

So wünschte er sich noch einen bequemen Sessel, Musik und allerlei andere Dinge.

Als er keinen Bissen und keinen Schluck mehr hinunterbekam, dachte er "Wenn ich jetzt ein Bett hätte, wie schön wäre das..." und schon lag er in einem großen, weichen Bett.

Kurz bevor er einschlief, dachte er noch "Wenn jetzt ein Tiger kommt..."

 (gefunden in E. Hatzelmann: Keine Macht dem Stress, leicht geändert)

 

 

Die Wünsche des Bauern

 
Es war einmal ein armer chinesischer Reisbauer, der trotz all seines Fleißes in seinem Leben nicht vorwärts kam. Eines Abends begegnete ihm der Mondhase, von dem jedes Kind weiß, dass er den Menschen jeden Wunsch erfüllen kann.

"Ich bin gekommen", sagte der Mondhase, "um dir zu helfen. Ich werde dich auf den Wunschberg bringen, wo du dir aussuchen kannst, was immer du willst."

Und ehe er sich versah, fand sich der Reisbauer vor einem prächtigen Tor wieder. Über dem Tor stand geschrieben:  "Jeder Wunsch wird Wirklichkeit".

"Schön", dachte der Bauer und rieb sich die Hände, "mein armseliges Leben hat nun endlich ein Ende." Und erwartungsvoll trat er durch das Tor.

Ein weißhaariger, alter Mann stand am Tor und begrüßte den Bauern mit den Worten: "Was immer du dir wünschst, wird sich erfüllen. Aber zuerst musst du ja wissen, was man sich überhaupt alles wünschen kann. Daher folge mir!"

Der alte Mann führte den Bauern durch mehrere Säle, einer schöner als der andere. "Hier", sprach der Weise, "im ersten Saal siehst du das Schwert des Ruhms. Wer sich das wünscht, wird ein gewaltiger General; er eilt von Sieg zu Sieg und sein Name wird auch noch in den fernsten Zeiten genannt. Willst du das?"

"Nicht schlecht", dachte sich der Bauer, "Ruhm ist ein schöne Sache und ich möchte zu gerne die Gesichter der Leute im Dorf sehen, wenn ich General werden würde. Aber ich will es mir noch einmal überlegen." Also sagte er: "Gehen wir erst einmal weiter."

"Gut, gehen wir weiter", sagte lächelnd der Weise. Im zweiten Saal zeigte er dem Bauern das Buch der Weisheit. "Wer sich das wünscht, dem werden alle Geheimnisse des Himmels und der Erde offenbar." sagte er.

Der Bauer meinte: "Ich habe mir schon immer gewünscht, viel zu wissen. Das wäre vielleicht das Rechte. Aber ich will es mir noch einmal überlegen."

Im dritten Saale befand sich ein Kästchen aus purem Gold. "Das ist die Truhe des Reichtums. Wer sich die wünscht, dem fliegt das Gold zu, ob er nun arbeitet oder nicht." waren die Worte des alten Mannes.

"Ha!", lachte der Bauer, "Das wird das Richtige sein. Wer reich ist, der ist der glücklichste Mensch der Welt. Aber Moment - Glück und Reichtum sind ja zwei verschiedene Dinge. Ich weiß nicht recht. Gehen wir noch weiter."

Und so ging der Bauer von Saal zu Saal, ohne sich für etwas zu entscheiden. Als sie den letzten Saal gesehen hatten, sagte der alte Mann zum Bauern: "Nun wähle. Was immer du dir wünschst, wird erfüllt werden!"

"Du musst mir noch ein wenig Zeit lassen", sagte der Bauer, "Ich muss mir die Sache noch etwas überlegen." In diesem Augenblick aber  ging das Tor hinter ihm zu und der Weise war verschwunden.

Der Bauer fand sich zu Hause wieder. Der Mondhase saß wieder vor ihm und sprach: "Armer Bauer, wie du sind die meisten Menschen. Sie wissen nicht, was sie sich wünschen sollen, sie wünschen sich alles und bekommen nichts. Was immer sich einer wünscht, das schenken ihm die Götter - aber der Mensch muss wissen, was er will ..."

 (Quelle unbekannt)

 

 

Ein junger Mann hatte einen Traum

 
Ein junger Mann hatte einen Traum:

Er betrat einen Laden. Hinter der Ladentheke sah er einen Engel. Hastig fragte er ihn: "Was verkaufen Sie, mein Herr?" Der Engel gab ihm freundlich Antwort: "Alles was Sie wollen!" Der junge Mann sagte: "Dann hätte ich gerne:

- das Ende der Kriege in aller Welt,

- immer mehr Bereitschaft, um miteinander zu reden,

- Beseitigung von Hunger und Elend in aller  Welt,

- Ausbildungsplätze für alle Jugendlichen,

- mehr Zeit der Eltern, um mit ihren Kindern zu spielen,

- und, und ...." 

Da fiel ihm der Engel ins Wort und sagte. "Entschuldigen Sie junger Mann, Sie haben mich falsch verstanden. Wir verkaufen keine Früchte hier, wir verkaufen nur den Samen!"                  

 

 

Gute Wünsche

 
Geboren werden. Mensch sein dürfen und jedes Jahr zwölf Monate älter werden - das ist ein Geschenk dessen, der Urheber des Lebens ist.

Jeder Mensch ist ein Geschenk. Ohne ihn wäre die Welt ein Quäntchen düsterer, eine Nuance trostloser, ein bisschen trauriger. Jeder Mensch ist ein Original, geschaffen nach dem Bilde Gottes.

Ich wünsche dir Augen, die die kleinen Dinge des Alltags wahrnehmen und ins rechte Licht rücken. Ich wünsche dir Ohren, die die Schwingungen und Untertöne im Gespräch mit Anderen aufnehmen. Ich wünsche dir Hände, die nicht lange überlegen, ob sie helfen und gut sein sollen, sondern beherzt zupacken. Ich wünsche dir zur rechten Zeit das richtige Wort. Ich wünsche dir ein liebendes Herz.

 (A. L. B.)

 

 

Ich wünsche dir Glück

Auf deiner Reise durch das Leben.

Ein Glück, das dir Geborgenheit gibt und Mut.

Dass du unterwegs bist

Und doch zugleich

Dein Zuhause in dir trägst.

 

Ich wünsche dir Sonne auf deinen Wegen,

aber auch den Wind der dir den Rücken stärkt.

 

Ich wünsche dir,

dass du in dir Kraft spürst,

die dein Leben erhält,

und dass du deine Gaben entfalten kannst.

 

Ich wünsche dir, dass du wahrnimmst:

Da ist Jemand, der geht neben mir,

geht vor mir, ist in mir und um mich:

GOTT,

wie immer du ihn gerade begreifst.

 

Er segne deine Reise

Und bringe dich sicher an dein Ziel,

das nur er kennt.

 

(Reisesegen aus Irland)

 


Ich wünsche Dir Zeit

 

Ich wünsche dir nicht alle möglichen Gaben.

Ich wünsche dir nur, was die meisten nicht haben:

Ich wünsche dir Zeit, dich zu freun und zu lachen,

und wenn du sie nutzt, kannst du etwas draus machen.


Ich wünsche dir Zeit für dein Tun  und Dein Denken,

nicht nur für dich selbst, sondern auch zum Verschenken.

Ich wünsche dir Zeit - nicht zum Hasten und Rennen,

sondern die Zeit zum Zufriedenseinkönnen.


Ich wünsche dir Zeit - nicht nur so zum Vertreiben.

Ich wünsche, sie möge dir übrig bleiben,

als Zeit für das Staunen und Zeit für Vertraun,

anstatt nach der Zeit auf der Uhr zu schauen.


Ich wünsche dir Zeit, nach den Sternen zu greifen,

und die Zeit, um zu wachsen, das heißt um zu reifen.

Ich wünsche dir Zeit, neu zu hoffen, zu lieben.

Es hat keinen Sinn, diese Zeit zu verschieben.


Ich wünsche dir Zeit, zu dir selber zu finden,

jeden Tag, jede Stunde als Glück zu empfinden.

Ich wünsche Dir Zeit, auch um Schuld zu vergeben.

Ich wünsche dir: Zeit zu haben zum Leben!


Elli Michler           www.ellimichler.de

Aus: Elli Michler, Dir Zugedacht, Wunschgedichte © Don Bosco Verlag, München, 19. Aufl. 2004

(mit freundlicher Genehmigung des Verlages)

 

 

Irischer Weihnachtssegen

 

Nicht, dass jedes Leid dich verschonen werde,

noch dass dein zukünftiger Weg

stets Rosen trage,

keine bittere Träne über deine Wege komme

und kein Schmerz dich quäle -

dies alles wünsche ich dir nicht.

Sondern: dass dankbar du allzeit bewahrst

die Erinnerung an gute Tage,

Dass mutig du gehst durch Prüfungen,

auch wenn das Kreuz

auf deinen Schultern lastet,

auch wenn das Licht der Hoffnung schwindet.

Was ich dir wünsche: dass jede Gabe Gottes

in dir wachse, dass einen Freund du hast,

der deiner Freundschaft wert.

Und dass in Freud und Leid das Lächeln des

Mensch gewordenen Gotteskindes dich begleiten möge.

 


 hier noch eine andere Version :



Nicht dass von jedem Leid verschont du mögest bleiben

 

NICHT

dass von jedem Leid

verschont du mögest bleiben,

noch dass dein künft`ger Weg

stets Rosen für dich trage

und keine bitt`re Träne

über deine Wange komme

und niemals du

den Schmerz erfahren sollst:

Dies alles, nein, das wünsche ich dir nicht.

 

DENN

kann das Herz

in Tränen nicht geläutert,

kann`s nicht im Leid geadelt werden –

wenn nämlich Schmerz

und Not dich aufnimmt

in die Gemeinschaft mit Maria

und dem Kind,

so dass ihr Lächeln Zuversicht

und Trost gewährt?

 

Mein Wunsch für dich ist vielmehr dieser:

Mögest dankbar du und allezeit

bewahren nur in deinem Herzen

die kostbare Erinnerung der guten Dinge

in deinem Leben.

Dass mutig stehest du

in deiner Prüfung,

wenn hart das Kreuz

auf deinen Schultern liegt,

und wenn der Gipfel,

den es zu ersteigern gilt,

schier unerreichbar scheint,

ja selbst das Licht der

HOFFNUNG

zu entschwinden droht,

dass jede Gottesgabe in dir wachse

und mit den Jahren sie dir helfe,

die Herzen jener froh zu machen,

die du liebst,

dass immer einen wahren Freund

du hast,

der Freundschaft wert,

der dir Vertrauen gibt,

wenn`s dir an Licht gebricht und Kraft,

dass du dank ihm

den Stürmen standhältst und

so die Höhen doch erreichst,

und dass in Freud` und Leid

das Lächeln voller Huld

des menschgeword`nen Gottessohnes

mit dir sei,

und du allzeit so innig.

IHM

verbunden,

wie er`s für dich ersehnt.

 

(Alter irischer Weihnachtsspruch)




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