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Texte zum Thema "Gesundheit und Heilung"


Das Puzzlespiel

 
Stell dir die Welt als ein riesiges Puzzlespiel vor. Alle Menschen sind die Puzzleteilchen, alle rennen und schubsen, und jeder versucht irgendwo einen tollen, einen reichen, einen Sonnenplatz zu erreichen.

Du doch auch, oder?

So läufst du immer weiter, bleibst da ein Weilchen, dort ein Weilchen, aber nirgends ist es dir richtig wohl. Mal sagst du, ja, hier bin ich richtig, doch nach kurzer oder längerer Zeit drängt es dich weiter. Oder es kommen andere und verdrängen dich von deinem Platz, weil du zu träge bist weiterzugehen.

Dann triffst du jemanden, ein Teilchen, das seinen Platz gefunden hat, da ist es ruhig und friedlich. Du möchtest da bleiben, du möchtest es auch so glücklich, so friedlich haben, und du wirst unruhig, weil es dir nur teilweise gelingt. Mit der Hilfe und dem Wissen des Puzzleteilchens, das seinen Platz gefunden hat, ziehst du weiter, vielleicht mit neuem Mut und guten Wünschen oder vielleicht sogar verärgert.

Doch eines Tages hast du deinen wirklichen, nur dir bestimmten Platz gefunden, den es nur einmal gibt. Ganz erlöst, voller Freude und Dankbarkeit lässt du dich nieder.

Nun wirst du ein Fixpunkt, ein Orientierungspunkt für die anderen Puzzleteilchen und kannst ihnen auf ihren Weg etwas mitgeben. Und doch hat jedes seinen eigenen Platz. So liegt eines etwas näher zu dir, das andere möchte zwar in deiner Nähe sein, merkt aber, hier gehöre ich nicht hin, und wandert weiter.

Jeder Mensch, der seinen Platz gefunden hat, kann zu einem Fixpunkt für die anderen Suchenden werden, auf dass endlich das große Weltpuzzle wieder richtig zusammengesetzt wird, wo jeder seinen Platz hat und jeder gleich wichtig ist. Denn jedes Teilchen in einem Puzzlespiel wird gebraucht, um ein fertiges Bild zu geben.

Ich frage dich: Welches Teilchen ist mehr wert, das in der Mitte vom Bild, ein Teil von der Blume oder vom Stängel? So braucht auch keiner den anderen um seinen Platz zu beneiden, so können wir die Verbundenheit mit allem spüren, weil jeder von uns ein wichtiger Teil vom großen allumfassenden Puzzle Gottes ist.

 
(Erika Kundt, Heilerin (DGH-Mitglied), leitet das „Haus Isis“ in Titisee-Neustadt.)

 

 

Die Krankheit

ist ein Kloster

mit seinen

Ordnungsregeln,

seiner Askese,

seinem Schweigen

und seinen

Erleuchtungen.

 

(Camus)

 

 

Falsches Leben

 
„Die große Mehrheit von uns muss ein Leben fortwährender systematischer Falschheit führen. Unweigerlich wird die Gesundheit davon betroffen, wenn man Tag für Tag etwas anderes sagt, als man fühlt, wenn man vor dem zu Kreuze kriecht, was man verabscheut, und Freude über das mimt, was einem nichts als Unglück bringt. Unsere Seele existiert im Raum und in uns wie die Zähne in unserem Mund. Sie kann nicht bis in alle Ewigkeit ungestraft verletzt werden.“

 
(Boris Pasternak (1890 – 1960), russischer Dichter)

 

 

"Krankheit ist weder Grausamkeit noch Strafe, sondern einzig und allein ein Korrektiv; ein Werkzeug, dessen sich unsere eigene Seele bedient, um uns auf unsere Fehler hinzuweisen, um uns vor größeren Irrtümern zurückzuhalten, um uns daran zu hindern, mehr Schaden anzurichten - und uns auf den Weg der Wahrheit und des Lichts zurückzubringen, von dem wir nie hätten abkommen sollen."

 
(Edward Bach)

 

 

Mein Arzt sagte mir ins Gesicht:

"So geht das nicht weiter mit ihrem Gewicht!"

Wenn sie gesund werden wollen,

dann müssen etliche Pfunde rollen."

Ich fing an, mir Obst und Gemüse zu kaufen,

man hörte mich im Fitnessstudio schnaufen.

Ich habe viele Diäten gemacht,

doch dies hat alles nichts gebracht.

Drum hab ich`s aufgegeben,

ich werde weiter mit meinen Pfunden leben.

Und die Leute, die sich daran stören,

werden nicht zu meinen Freunden gehören.

So wie ich bin, dick und rund,

fühl ich mich wirklich ganz gesund!

 

(Verfasser unbekannt)

 

 

Später, wenn ...

 

Später - wenn Stunden leiser in Tage fallen

- Krankheit zur Stille zwingt

später - wenn Füße zu kraftlos und müde sind,

der Abwechslung nachzujagen

später - wenn plötzlich vieles verstummt

- alles Laute zerrinnt,

dann wird sich manch einer fragen –

warum hab` ich nicht damals erkannt,

dass später gleich beginnt –

ich hätte früher aufgehört, später zu sagen.

 

(Unbekannt)



Was heilen bedeutet

 

  1. Heilen bedeutet eine lebenslange Reise zur Ganzheit.
  2. Heilen bedeutet ein Sich-Erinnern an das, was über die Verbindung, die Einheit und die wechselseitige Abhängigkeit zwischen allen lebendigen und unbelebten Dingen vergessen wurde.
  3. Heilen bedeutet eine Umarmung dessen, was am meisten gefürchtet wird.
  4. Heilen bedeutet ein Öffnen dessen, was verschlossen wurde, ein Erweichen dessen, was sich bis zur Behinderung und zum Hemmnis verhärtet hat.
  5. Heilen bedeutet ein Eintreten in das transzendente, zeitlose Moment, in dem das Göttliche erfahren wird.
  6. Heilen bedeutet Kreativität und Leidenschaftlichkeit und Liebe.
  7. Heilen bedeutet das Streben nach Selbst-Erkenntnis und Selbst-Ausdruck in seiner ganzen Fülle, seinen Licht- und Schattenseiten, seinen männlichen und weiblichen Aspekten.
  8. Heilen bedeutet lernen, dem Leben zu vertrauen.

 
(Von einer französischen Ärztin)

 

 

Wir müssen auf unsere Seelen hören

 

Wir müssen auf unsere Seelen hören,

wenn wir gesund werden wollen!

Letztlich sind wir hier,

weil es kein Entrinnen vor uns selbst gibt.

Solange der Mensch sich nicht selbst

in den Augen und im Herzen

seiner Mitmenschen begegnet,

ist er auf der Flucht.

Solange er nicht zulässt,

dass seine Mitmenschen

an seinem Innersten teilhaben,

gibt es keine Geborgenheit.

Solange er sich fürchtet,

durchschaut zu werden,

kann er weder sich selbst

noch andere erkennen,

er wird allein sein.

 

(Hildegard von Bingen)







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